...berichtet Zweibeiner Annette als "Vertreterin des Kruse-Rudels"

Haustiere gehören bei uns einfach zur "Familientradition"! Viele Jahre lang waren es allerdings Katzen. Seppi und Mohrchen durften bereits im Babykörbchen "probeliegen", ehe ich auf die Welt kam, und sie mußten sicher auch einiges von mir ertragen, als ich dann anfing zu laufen und die "Strapazierfahigkeit" meiner Umgebung zu testen. Anfänglich waren es Hauskatzen, später dann Perser, wundervolle, liebenswerte Familienmitglieder, an die wir uns noch oft erinnern. Ja, sogar in der Katzenzucht haben wir uns mal versucht, allerdings vom Pech verfolgt und also gar nicht erfolgreich.

Aber trotzdem entstand bereits in früher Kindheit bei mir der Wunsch, einen Hund zu haben. In stiller Bewunderung versank ich jedesmal beim Anblick von Nachbars "Bodo", einem herrlichen Neufundländer, der sich im Sommer in unserem kleinen Einkaufslädchen ganz alleine sein Eis abholen kam! Auch zwei gefleckte Deutsche Doggen gab es in der Nähe, aber ehrlich gesagt hatte ich vor ihnen (und ihrem "Herrchen") damals ziemlich großen Respekt!

Unsere Perserkatze "Quella vom Erlenwald"
aus Familientradition aber immer "Seppi"!

Im Jahr 1981 hatte ich meine erste Ausbildung beendet und auch alle anderen äußeren Bedingungen waren vorhanden und ich erfüllte mir meinen Kindheitstraum:

Ein Neufundländer mußte es natürlich sein, und so wurde Wotan - "Donar vom Timpetu" unser erster Familienhund.

Und aus einem kleinen Hundebaby entwickelte sich schnell ein schöner großer Rüde - und eine Seele von einem Hund! Ein idealer "Anfängerhund" war unser Wotan durch seinen ruhigen und ausgeglichenen Charakter bestimmt. Ein ausnehmend freundlicher Hund, dem Aggressivität, auch anderen Hunden gegenüber, völlig wesensfremd war.

Leider stellte sich heraus, daß Wotan schwere HD hatte - glücklicherweise bekam er aber erst im weit fortgeschrittenen Alter Beschwerden. Wotan wurde 13 Jahre alt - ein langes und wie wir denken auch glückliches Hundeleben...

1991 nutzten meine Mutter und ich die Möglichkeit, ein Haus zu bauen, und zogen "aufs Land". Endlich konnten wir nun auch an einen "Zweithund" denken. Wir suchten einige Zeit nach dem besonders auch für Wotan passenden "Kameraden" - und so kamen wir eigentlich mehr zufällig auch zu einem Wurf Deutsche Doggen, die uns gleich bezauberten!

"Gaston von der Hammerschmiede" war ein kleiner schwarzer Wildfang, wie man unschwer erkennen kann - und bekam den Rufnamen "Festus"! Auch unser Wotan war über den Familienzuwachs sehr glücklich. Mehr über das besondere Verhältnis zwischen den beiden erzählt unsere kleine Hundegeschichte "
Wie Wotan Vater wurde".

Wir begannen uns mit "Deutschen Doggen" intensiver zu beschäftigen, lasen Bücher und besuchten Ausstellungen. Ein weiterer, lange unterdrückter Jugendtraum ließ bald einen "folgenschweren" Entschluß heranreifen: Ich suchte nach einer passenden blauen Hündin, denn vielleicht könnten wir ja dann einmal einen Wurf großziehen!

Unser "Wunschkind" fanden wir dann im Dezember 1992 in Wetzlar:"Quincy vom Simberg", so süß, daß sie "Sugar" heißen musste!

Dass es nicht bei einem Wurf und auch nicht bei zwei Deutschen Doggen bleiben würde, haben wir damals nicht geahnt... !

Ja, so hat alles angefangen!

Und hier sitze ich nun, seit fast 20 Jahren
"auf den Hund gekommen",
und halte unser neuestes Rudelmitglied im Arm:
Happy von der Bocksleite - Jahrgang 2000!

Der neunte Hund in unserem Leben!

Drei Würfe haben wir außerdem bisher erfolgreich großgezogen.

Annette Kruse, im Sommer 2000

PS im April 2006: Unser D-, E- und F-Wurf sind inzwischen noch dazu gekommen und damit der "eine oder andere Neuzugang" in unserem Rudel! :-)

Wie sagte doch Heinz Rühmann so treffend?

"Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!"

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