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- Bei Verwendung einer ausgewogenen Fertignahrung nie Vitamin-Kalkpräparate zufüttern. Ein "Zuviel" ist genauso schädlich wie eine mangelhafte Zufuhr! Ausnahmen können nur bestimmte Stoffwechselstörungen sein, die ein erfahrener Tierarzt feststellt.
- Eine Mischung von Fertignahrung mit Fleischfütterung ist nach meiner Auffassung nicht empfehlenswert, da der Mineralstoff- und Vitamingehalt des Fertigfutters auf eine Alleinfütterung abgestimmt ist, bei einer Mischfütterung verliert man vollkommen den Überblick und es kann zu großen Defiziten zwischen Angebot und Bedarf an diesen lebenswichtigen Stoffen kommen!
- Den Hund - besonders in der Wachstumsphase - nicht überfüttern! Die noch weichen Knochen und Bänder des Muskelapparates werden durch zu hohes Gewicht stark überlastet und es kann zu Verformungen kommen. Entscheidend für die richtige Futtermenge ist die Kondition des Hundes (die Rippen müssen immer fühlbar sein!), auch wenn die auf dem Futtermittel angegebenen Richtwerte dabei eventuell unterschritten werden.
- Wenn der Hund seine Portion nicht auffrisst (zumindest innerhalb von ca. 15 Minuten), dann die Futterschüssel wegnehmen und bei der nächsten Fütterung die Portion eventuell etwas verkleinern. Wenn das Futter stehen bleibt, kann es zur Vermehrung von Bakterien und zu Gärungsprozessen kommen, dieses kann wiederum eine Magendrehung beim Hund begünstigen. Außerdem erzieht man sich so einen mäkligen Fresser.
- Nach unserer Meinung ist es nicht günstig (wenn auch oft gut gemeint), die Marke des Fertigfutters ständig zu wechseln. Der Hund benötigt diese "Abwechslung" nicht und jede Futterumstellung ist eine Belastung für das Verdauungssystem. Außerdem wird das Risiko für Allergien erhöht, wenn man dem Hund ständig neue potentielle Allergene anbietet.
- Was für die menschliche Nahrung gut ist, kann für den Hund schädlich sein! Natürlich wird man den Hund nicht am Tisch betteln lassen, aber auch die Gabe von Essensresten zu den Futterrationen ist schädlich, besonders wenn es sich um stark gewürzte Speisen oder Süßigkeiten handelt. Schokolade (insbesondere bittere) enthält sogar für Hunde ausgesprochen giftige Substanzen!
- Das Futter niemals kalt (beispielsweise direkt aus dem Kühlschrank) verabreichen, aber auch zu heißes Futter ist schädlich!
- Niemals rohes Schweinefleisch ungesicherter Herkunft verfüttern, auch nicht das beste Filetstück! Schweine können Überträger der Aujetzkyschen Krankheit sein. Der Erreger ist ein Virus, das für den Menschen völlig ungefährlich ist, beim Hund aber zum Tode führt (auch tierärztliche Hilfe ist nicht möglich, eine Schutzimpfung existiert in Deutschland noch nicht)! Deutschland gilt derzeit als "Aujetzkyfrei", aber weltweit ist diese Krankheit nicht ausgerottet. Vorsicht aber auch bei allen Produkten, die rohes Schweinefleisch enthalten (Schinken, Salami, Bratwurst etc.).
- Das Verfüttern von Knochen ist nach unserer Ansicht nicht empfehlenswert. Verletzungsgefahr besteht natürlich bei allen splitternden Knochen (Geflügelknochen von älteren Tieren bzw. gekocht oder gebraten!), diese also bitte dem Hund niemals geben. Aber auch sonst haben Knochen unangenehme "Nebenwirkungen", denn sie fördern, in größerer Menge verfüttert, Darmträgheit und Verstopfung. Wir empfehlen daher die zahlreich angebotenen Kauprodukte für Hunde. Bei Kauknochen aus Rinderhaut achten Sie aber auf die Herkunft, da hier (insbesondere bei Produkten aus Asien) eine hohe Verunreinigung mit verschiedenen Chemikalien (beispielsweise Chrom) auftreten kann.
- Milch in der Hundeernährung ist stark umstritten. Dem Hund fehlen jedenfalls die entsprechenden Verdauungsenzyme zum Abbau des Milchzuckers, daher kann es zu Durchfällen kommen.
- Ein bis zwei Eier wöchentlich können eine wertvolle Nahrungsergänzung sein und werden vom Hund gern gefressen. Bitte aber nicht rohes Eiweiß verfüttern, da hier Stoffe enthalten sind, die die Aufnahme von Vitaminen aus der Nahrung behindern. Empfehlenswert sind also gekochte Eier oder rohes Eigelb.
- Bei jeder Futterumstellung bitte beachten, dass Hunde (ganz besonders Jungtiere) auf plötzliche Veränderungen mit Verdauungsproblemen (Durchfall usw.) reagieren können. Daher das neue Futter schrittweise dem gewohnten zumischen, um eine langsame Umstellung zu erreichen.
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