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- Kinder haben oft den Wunsch nach einem Hund in der Familie. Die Eltern müssen sich aber vor der Anschaffung darüber im klaren sein, dass alle Verantwortung für die Versorgung des Hundes im Endeffekt immer bei den Erwachsenen bleiben wird.
- Der Auswahl des richtigen Hundes kommt hier eine große Bedeutung zu. Für Familien mit Kindern kommen nach unserer Auffassung nur gut geprägte Welpen oder erwachsene Hunde deren Kinderfreundlichkeit mit Sicherheit bekannt ist in Frage. Bei der Übernahme eines erwachsenen Tieres muss man sich in besonderem Maße über die Vorgeschichte des Hundes informieren, denn es kann sein, dass der Hund einmal mit Kindern schlechte Erfahrungen gemacht hat.
- Rüde oder Hündin spielt nach unseren Erfahrungen keine Rolle. Gerade auch unsere Rüden zeichnen sich durch große Kinderfreundlichkeit aus. Unsere erste Dogge Festus war sogar ein richtiger "Kindernarr". Wenn er beim Spaziergang in der Ferne Kinder hörte, wurde er langsamer. Manchmal legte er sich sogar hin, um auf die Kleinen zu warten. Dann war er äußerst sanft und anschmiegsam zu den Kindern und drosselte ganz von selbst sein Temperament, um ihnen beim Spiel nicht weh zu tun.
- Die Erziehung des Welpen muss vom ersten Tag an liebevoll aber konsequent begonnen werden. Daran sollten sich auch größere Kinder unbedingt beteiligen. Kleinkinder wird der Hund allerdings nie als "ranghöher" in seinem Rudel akzeptieren, sie genießen bei einem gut geprägten Hund eher den Status von Welpen.
- Auch Spielen will gelernt sein! Bringen Sie schon dem Welpen während des Spielens gezielt bei, was er darf und wie er mit seinen Menschen spielen soll. Auch der Umgang mit Spielzeug muss trainiert werden. Das klingt vielleicht erstaunlich, doch immer wieder ist zu beobachten, dass ein Hund, der als Welpe beispielsweise nie das Ballspielen kennen lernte auch später nicht weiss, was er mit einem Ball anfangen soll. Auf jeden Fall sollte beim Spiel mit dem Welpen das Zwicken in die Haut, das Anspringen und das Zerren an der Kleidung des menschlichen Spielpartners liebevoll aber energisch verboten werden. Viele Unfälle mit Kindern können so vermieden werden (siehe "Missverständnisse").
- Selbstverständlich kann man größere Kinder auch in die täglichen Pflichten einbeziehen, aber dem Kind die gesamte Verantwortung für den Hund zu übertragen ist realitätsfern. Man muss wohl sogar damit rechnen, dass starke tägliche Zwänge im Endeffekt zu einer Ablehnung des Vierbeiners führen könnten. Na, jeder kennt seine Kinder da ja wohl am besten. Wenn also nicht auch die Eltern den dringenden Wunsch haben, einen Hund anzuschaffen, dann sollte man von dem Vorhaben unbedingt Abstand nehmen!
- Kinder müssen lernen, den Hund artgerecht zu behandeln. Solange dies nicht mit Sicherheit gewährleistet ist (also bei Kleinkindern und auch jüngeren Schulkindern in jedem Falle), darf man Hund und Kind nie unbeaufsichtigt alleine lassen! Lässt sich das nicht einrichten, dann sollte man mit der Hundeanschaffung lieber noch warten.
- Kinder dürfen grundsätzlich nur solche Hunde ausführen, denen sie körperlich und psychisch auch gewachsen sind. Es nutzt da auch gar nichts, wenn der Hund bei "Frauchen" oder "Herrchen" aufs Wort hört, das bedeutet nämlich noch lange nicht, dass er sich im Zweifelsfalle auch dem Kind unterordnen wird.
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