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- Ist etwa ein Hauptgrund der Wunsch der Kinder, auch mal so süße kleine Welpen großziehen zu können, oder hat man vielleicht gehört, eine Hündin müsse einmal im Leben werfen, um gesund zu bleiben? Ersteres ist zwar verständlich, aber darf kein Grund zu züchten sein, denn die gesamte Verantwortung liegt eindeutig nur bei den Erwachsenen! Und das zweite Argument ist in keiner Weise richtig, es schadet keiner Hündin, nicht trächtig gewesen zu sein!
- Besitzt man die nötigen genetischen Grundkenntnisse um die Paarungspartner sinnvoll auszuwählen oder von wem läßt man sich kompetent beraten?
- Auch etwas tiermedizinisches Wissen ist notwendig, um der Hündin bei der Geburt helfen zu können und die Welpen fachgerecht aufzuziehen!
- Hat man überhaupt genug Zeit, um einen Wurf junger Hunde großzuziehen? Das heißt nämlich mindestens 10 Wochen lang rund um die Uhr Betreuung. Einige Stunden am Tag reichen da nicht aus, und wenn alle Familienmitglieder voll berufstätig sind ließe sich das nur durch viel Urlaub regeln...!
- Sind die räumlichen Möglichkeiten vorhanden? Die Welpen brauchen einen ausreichend großen Freiauslauf zum Spielen und einen von dort direkt erreichbaren gut wärmeisolierten bzw. beheizten Ruheraum. Außerdem muss ein (beheizbarer) Wurfraum mit ausreichend großer Wurfkiste und weiterer Schlafmöglichkeit für die Mutterhündin zur Verfügung stehen, in dem auch ein Bett für den Züchter Platz hat.
- Sind alle für die Aufnahme einer Zucht notwendigen "Formalitäten" erledigt? Dies kann je nach Anforderungen des Rassezuchtverbandes einiges an Aufwand bedeuten, zum Beispiel HD-Röntgenbefund der Hündin, erfolgreiche Teilnahme an einer Zuchtzulassungsveranstaltung, Beantragung eines geschützten Zwingernamens, Teilnahme an Züchterseminaren u.v.m. Hier muss man sich genau kundig machen, was alles dazugehört. Bester Ansprechpartner sollte dazu der Züchter sein, von dem man die Hündin gekauft hat. Wer schon diese Anstrengungen scheut und "einfach so" seine Hündin decken läßt, handelt verantwortungslos und wird sicher auch bei der Aufzucht der Welpen keinen größeren Aufwand betreiben wollen!
- Das Aufziehen eines Wurfes ist zunächst einmal auch eine große finanzielle Belastung! Wenn es keine Komplikationen gibt - was ja leider niemand vorhersagen kann - entstehen eine ganze Reihe von Kosten: Da wäre das Welpenfutter (gute Qualität ist ein Muss und hat ihren Preis!), regelmäßige Entwurmungen, Impfkosten, Anschaffungen (von speziellen Futternäpfen für die Welpen bis zur Wurfkiste und dem Welpenauslaufgitter), ja -so lustig es klingt - sogar an der Wasserrechnung können wir genau erkennen, in welchem Jahr wir Welpen hatten (öfter mal "große Wäsche" angesagt)!
- Allerdings kann da natürlich auch noch viel mehr passieren: Die Mutter hat nicht genügend Milch, wir brauchen also früh schon Welpenmilch zum Zufüttern, die Mutterhündin bekommt eine Mastitis und muss behandelt werden, ein Welpe hat einen Nabelbruch und muss operiert werden und... und... und...! Glücklicherweise passiert dies natürlich nicht immer alles ... aber es kann, und mitunter gibt es noch viel Schlimmeres!
- Einiges muss man auch investieren, um die richtigen Familien für den Hundenachwuchs zu finden. Geld für Anzeigen etc. ist da nur die eine Seite, wichtiger ist noch viel Zeit für die individuelle Beratung von Interessenten und Geduld, wenn man nicht für jeden Welpen gleich den passenden Platz findet!
- Mit der Abgabe der Welpen sind die Verpflichtungen des Züchters nicht beendet! Viele Welpenkäufer brauchen Hilfe und Beratung, und wir selbst wollen doch auch wissen, was aus unseren Hunden wird und wie es ihnen geht. Im Notfall kann das auch heißen: Einen Welpen (aus verschiedensten Gründen) wieder zurückzuholen!
- Wer wirklich züchten möchte, der wird sicherlich auch nicht anders können, als eine Hündin aus seinem ersten Wurf zu behalten, in der Hoffnung so langsam eine "eingene Linie" aufbauen zu können. Ob diese dann aber wirklich zur weiteren Zucht geeignet ist, zeigt sich meist erst viel später. Kann und sollte man sich dann von einem (fast) erwachsenen Hund noch trennen oder bleibt sie in der Familie? Ist man mit einem wachsenden Hundebestand vielleicht überhaupt überfordert? Die meisten Züchter die wir kennen, haben mit einer Hündin angefangen, es ist allerdings nicht dabei geblieben...!
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